Pressemitteilung

17.12.2021

Die Klimawende mit Investitionen in Köpfe gestalten

Den heute (Freitag) vorgelegten Abschlussbericht der Enquetekommission zur Klimaschutzstrategie des Landes Bremen begrüßt die Arbeitnehmerkammer: „Wir freuen uns, dass unsere zentralen Empfehlungen zur Beschäftigungsförderung in den Bericht eingeflossen sind. Nun wird es darum gehen, die wichtigen Schritte auch schnell umzusetzen“, betont Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. Um die Arbeit des Gremiums zu unterstützen, hatte die Arbeitnehmerkammer als ständiger Gast in der Kommission im Herbst eine Studie zu den Fachkräftebedarfen für den Klimaschutz vorgelegt. Der Fokus lag dabei auf beruflich ausgebildeten Fachkräften und dem Bereich der dualen Erstausbildung. Basierend auf diesen Ergebnissen hatte die Kammer Empfehlungen ausgesprochen.

So schlägt nun auch der rund 350 Seiten umfassende Abschlussbericht etwa den von der Kammer empfohlenen Ausbildungsfonds vor, um künftig mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und insbesondere kleinere Betriebe finanziell zu entlasten. Bestandteil des Berichts ist ebenso das seit langem von der Arbeitnehmerkammer geforderte Qualifizierungsgeld für Beschäftigte, die einen Berufsabschluss nachholen wollen. Auch das Instrument der sogenannten Transitionsgesellschaften findet im Abschlussbericht der Kommission Platz. Im Rahmen solcher Gesellschaften könnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zielgerichtet für den Wechsel zwischen Berufen und Branchen beraten und weitergebildet werden.

Neben einem Klimaschutzszenario für das Jahr 2030 zeigt der Bericht auch Klimaschutzziele für einzelne Sektoren auf – zum Beispiel für die Energiewirtschaft, die Industrie oder den Verkehrsbereich – und nennt dazu viele mögliche Schritte zur CO2-Reduktion. „Industrie und Gesellschaft klimafreundlich zu gestalten ist eine große Aufgabe. Diese Transformation ist nicht allein durch Zukunftsinvestitionen in neue Technologien oder Produktionsanlagen zu stemmen, sondern durch Investitionen in Köpfe“, ist Ingo Schierenbeck überzeugt.

Dem Kommissionsbericht zufolge muss die Zahl der Fachkräfte in klimaschutzrelevanten Berufen dringend gesteigert werden. Dabei geht es zum Beispiel um Bauberufe zwecks energetischer Gebäudesanierung, um den IT-Bereich zur Steuerung von Stromnetzen oder das Führen von Fahrzeugen aufgrund von mehr Fahrleistung im ÖPVN. „Gelingt das nicht, wird die Umsetzung der geplanten Klimaschutzmaßnahmen im Land Bremen massiv gefährdet“, mahnt Schierenbeck.

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